Pressemitteilungen

[PM] Angesichts des Rockkonzertes der Neonazis am vergangenen Wochenende ist ein Umdenken erforderlich

Am vergangenen Samstag erlebte Hildburghausen „einen seiner schwärzesten Tage“, so Bürgermeister Holger Obst im MDR. „Die Stadt werde alles versuchen, um ähnliche Konzerte künftig zu verhindern.“
Im Vorfeld hatte sowohl die Stadtverwaltung als auch die kreisliche Versammlungsbehörde versucht, mit administrativen Maßnahmen die Veranstaltung der Neonazis zu erschweren oder zu verhindern. Das Aufstellen eines Festzeltes wurde verboten. Strom- und Wasseranschluss wurden nicht zur Verfügung gestellt und Versorgungsstände durften erst ab 20 Uhr aufgestellt werden. All diese Maßnahmen liefen ins Leere oder nützten den extrem rechten Veranstaltern sogar. (mehr…)

[PM] Wo Politik und Zivilgesellschaft versagen, haben Nazis leichtes Spiel

Im vergangenen Jahr fand am Pfingstwochenende eines der größten Hasskonzerte der letzten Jahre in Hildburghausen (Südthüringen) mit fast 1800 Teilnehmern statt. Unter dem Label LiveH8 (gesprochen: live hate) trafen sich extreme Rechte aus ganz Europa auf dem Festplatz der Stadt.
Leider gab es zu diesem Nazikonzert nur eine kleinere Gegendemonstration. Ansonsten verlief die Veranstaltung zur größten Zufriedenheit der Veranstalter. Auch finanziell dürfte die Veranstaltung ein großer Erfolg gewesen sein. Die beiden Veranstalter (beide wegen Volksverhetzung verurteilt) Tommy Frenck und Patrick Schröder haben sich, auch durch dieses „gelungene“ Konzertereignis, als führende Figuren der extremen Rechten in Thüringen und Bayern etabliert. Damit hat das Konzert wesentlich zur Ausbreitung und Etablierung von menschenverachtenden Einstellungen und Handlungsmustern in Südthüringen beigetragen. Erst kürzlich sorgte Tommy Frenck bundesweit und international für Schlagzeilen, als er am 20. April (Hitlergeburtstag) in seiner Gaststätte Geburtstagsmenüs für 8,88 € anbot. (mehr…)

Pressemitteilung zum SOLIBRI – Festival am 14.05.2016 in Hildburghausen

Fremdenfeindliche Demonstrationen, völkische Liedermacher-Abende und Rechtsrockkonzerte bringen unsere Region als bundesweiten Hotspot der extremen Rechten und Neonazis in Verruf.
Um für Weltoffenheit, Demokratie und Menschenrechte in unserer Region einzustehen, haben sich Mitglieder etlicher Bündnisse gegen Rechtsextremismus aus Südthüringen, sowie Einzelpersonen, unter dem Namen „SOLIBRI- Solidarität bringt’s“ zusammengeschlossen. Bereits im vergangenen Jahr stand fest, dass besonders die Jugend mit einer großen eigenen Veranstaltung angesprochen werden soll, dem Hass der extremen Rechten entgegenzutreten, und sich für Demokratie und Menschenrechte zu engagieren. Die Idee eines Festivals mit viel Musik, politischen Reden und Infoständen wurde geboren. (mehr…)

Aufruf: Open Air for Open Hearts am 14.05.2016 in Hildburghausen [Thüringen]

Am Pfingstsamstag im letzten Jahr versammelten sich 1500 extreme Rechte und Neonazis zu einem Rechtsrock-Konzert im südthüringischen Hildburghausen. Die Konzertbesucher reisten aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus Russland, Ungarn, Polen und Österreich an. Nach Angaben von MOBIT e.V. hat die rechte Szene in Thüringen im vergangenen Jahr insgesamt 46 Musikkonzerte und Liederabende veranstaltet. Das ist der höchste Stand seit mehr als zehn Jahren. Das Konzert in Hildburghausen war dabei das mit der höchsten Teilnehmerzahl in Thüringen. Auf Grund des großen Konzertes in Hildburghausen und aus dem Konsens heraus etwas gegen diese Entwicklung zu tun, haben sich etliche Südthüringer Bündnisse gegen Rechtsextremismus sowie Einzelpersonen unter dem Label „SOLIBRI – Solidarität bringt’s“ zusammengefunden. (mehr…)